Direkt zum Inhalt springen
Home Kontakt Sitemap Impressum Franz Josef Strauss Logo
Filmdokument: Geschichte des Politischen Aschermittwochs

Politischer Aschermittwoch

Die Tradition des Politischen Aschermittwochs in Vilshofen, der ursprünglich auf einen Viehmarkt im 19. Jahrhundert und dann auf Kundgebungen des Bauernbundes in der Weimarer Zeit zurückging, setzte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder ein.
Franz Josef Strauß am Poltischen Aschermittwoch in Vilshofen 1967 und 1968
Franz Josef Strauß am Politischen Aschermittwoch in Vilshofen 1967 und 1968
1946 hielt der Bayerischen Bauernverband nach Vorgabe der Militärverwaltung zunächst ein "unpolitisches Treffen" ab. Ab 1948 knüpfte die Bayernpartei, die die Gründung ihres Ortsverbandes Vilshofen auf den Aschermittwoch 1948 legte,
wieder an die politischen Großkundgebungen der Vorkriegszeit an. Josef Baumgartner, der kurz zuvor aus der CSU ausgetreten und nun Mitglied der Bayernpartei war, nutzte seine Rede als Forum für seine Angriffe auf die CSU. Diese Dauerfehde prägte in den folgenden Jahren die Aschermittwochsveranstaltungen der Bayernpartei und der CSU in Vilshofen.

Am 18. Februar 1953 war die Gaststätte "Wolferstetter Keller" in Vilshofen erstmals Schauplatz einer Aschermittwochsveranstaltung der CSU, wobei der damalige CSU-Generalsekretär Franz Josef Strauß als einer der Redner auftrat. Seitdem garantierte das rhetorische Talent des Bundesministers, Parteivorsitzenden und Bayerischen Ministerpräsidenten als Hauptredner eine jährlich steigende Zuhörerschaft und das Duell zwischen ihm und Josef Baumgartner eine über die bayerischen Landesgrenzen hinausreichende Publizität der Veranstaltung. Auszüge der am politischen Aschermittwoch gehaltenen Reden wurden als Dokumentationen in der Parteizeitung Bayernkurier veröffentlicht, besonders pointierte Aussagen über den politischen Gegner als Zitate in den Medien kolportiert und von den Karikaturisten mit Vorliebe aufgegriffen.
aktuelle Seite ausdrucken [1][2] weiter
Augen von Franz Josef Strauss