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Tondokument: Persönlicher Rückblick auf die Entwicklung der CSU bis 1983
vor Delegierten des Bundeswahlkreises 212

Parteipolitiker 1945 - 1988

Die parteipolitische Laufbahn von Franz Josef Strauß begann 1945 in Schongau. Dort hatte er auch das Kriegsende erlebt und war kurzzeitig in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten.
Parteivorsitzender Josef Müller und Generalsekretär Franz Josef Strauß auf der CSU-Landesversammlung in Straubing 1949; mit Helmut Kohl bei einer gemeinsamen Sitzung der CDU/CSU nach der Bundestagswahl 1987
Parteivorsitzender Josef Müller und Generalsekretär Franz Josef Strauß auf der CSU-Landesversammlung in Straubing 1949; mit Helmut Kohl bei einer gemeinsamen Sitzung der CDU/CSU nach der Bundestagswahl 1987
Neben Andreas Lang und Franz Xaver Bauer zählte Franz Josef Strauß zu den Gründern des CSU-Kreisverbandes Schongau, wo er auch zeitweise die Position eines stellvertretenden Vorsitzenden ausübte.
Verbindungen zur CSU auf Landesebene bestanden seit Ende 1945. Ab 1946 gehörte Strauß der Landesvorstandschaft "als weiteres .... zu wählendes Mitglied" an. In die Zeit als Landesgeschäftsführer bzw. Generalsekretär der CSU, 1948 bis 1952, fielen auch die heftigen Richtungskämpfe innerhalb der CSU und die Auseinandersetzung mit der als bedrohliche Konkurrenz empfundenen Bayernpartei. Strauß gehörte, wie auch Hanns Seidel, zum liberalen Flügel der CSU, der das Konzept einer modernen überkonfessionellen Volkspartei vertrat und der von Josef Müller repräsentiert wurde.
Die im Juli 1952 erfolgte Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden der CSU, sein Kabinettsrang als Bundesminister für besondere Aufgaben und der Verzicht von Hans Ehard auf den Vorsitz in der CSU veranlassten Franz Josef Strauß, sich am 22. Januar 1955 auf der Landesversammlung der CSU in München zusammen mit dem Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und Oppositionsführer Hanns Seidel um den Parteivorsitz zu bewerben. Strauß unterlag zwar bei dieser Kampfabstimmung mit 329 zu 380 Stimmen, übernahm aber sechs Jahre später diese Funktion von dem schwer erkrankten Hanns Seidel, der eine weitgehend reorganisierte und modernisierte Partei übergab.
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Augen von Franz Josef Strauss