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[2] Parteipolitiker 1945 - 1988

Am 18. März 1961 wählten die Delegierten Franz Josef Strauß auf einem außerordentlichen Parteitag in München zu ihrem Parteivorsitzenden.
Hanns Seidel mit Franz Josef Strauß nach seiner Wahl zum CSU Parteivorsitzenden in München 1955; mit Marianne Strauß bei einer Wahlkundgebung 1957
Hanns Seidel mit Franz Josef Strauß nach seiner Wahl zum CSU Parteivorsitzenden in München 1955; Franz Josef und Marianne Strauß bei einer Wahlkundgebung 1957
Damit begann eine 27 Jahre währende Amtszeit als Parteivorsitzender, in der sich die unter seinen Vorgängern Hans Ehard und Hanns Seidel vorherrschende
landespolitische Orientierung der Partei verstärkt auf bundespolitische Themen verlagerte. Während seiner Tätigkeit an der Spitze der Partei setzte Franz Josef Strauß mit der Unterstützung der Generalsekretäre Friedrich Zimmermann, Anton Jaumann, Max Streibl, Gerold Tandler, Edmund Stoiber, Otto Wiesheu und Erwin Huber den von Hanns Seidel begonnenen Umbau der CSU zur modernen Volkspartei kontinuierlich und erfolgreich fort. Obwohl in der öffentlichen Wahrnehmung die Aktivitäten des Bundespolitikers und Bayerischen Ministerpräsidenten die Arbeit des Partei- vorsitzenden immer wieder in den Hintergrund drängten, konnte Strauß seine parteipolitischen Vorgaben umsetzen. Unter seiner Führung standen dabei der Anstoß programmatischer Diskussionen sowie Modernisierungsinitiativen auf vielen Gebieten im Zentrum der Parteiarbeit. Die Vorlage von Grundsatzprogrammen in den Jahren 1968 und 1976 schrieb die programmatische Diskussion innerhalb der Partei fort. Gleichzeitig gelang es, nach außen eine weitgehende Identifikation der CSU mit dem Freistaat Bayern herzustellen.
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Augen von Franz Josef Strauss