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Vierte Partei

Die Bildung der Sozialliberalen Koalition nach der Bundestagswahl 1969 wies den Unionsparteien erstmals in ihrer Geschichte die Rolle der Opposition zu.
Titelblatt der BFD-Nachrichten; Flugblatt der Aktionsgemeinschaft Vierte Partei
Titelblatt der "BFD-Nachrichten "über die Konstituierung des Bundes freies Deutschland im Oktober 1974 in Berlin; Flugblatt der "Aktionsgemeinschaft Vierte Partei" gegen die Ostpolitik der Bundesregierung ca. 1975
Damit war eine politische Lage geschaffen, die eine völlige Neubewertung von CDU und CSU erforderte und an deren Ende die Ablösung der Regierung stehen sollte. Nachdem erste Versuche, die FDP im Bundestag über Fraktionswechsel zu schwächen bzw. die erste Regierung Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen, erfolglos blieben, griff man in der Union schon im Vorfeld der Bundestagswahl 1969 frühere Überlegungen auf, das bestehende Parteienspektrum aus CDU/CSU, FDP und SPD durch die Schaffung einer weiteren bürgerlich-konservativen Partei aufzubrechen. Die ablehnende Haltung bürgerlicher Kreise gegenüber den Reformvorhaben der sozialliberalen Koalition in den Bereichen Bildungs-, Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik und gegen die unter dem Schlagwort "Wandel durch Annäherung" begonnene Neuorientierung in der Deutschland- und Ostpolitik schienen dieses Vorhaben zu befördern. Wegen seiner regierungskritischen Haltung erschien Franz Josef Strauß bürgerlichen Wählern gleichsam als Führungspersönlichkeit einer sich außerhalb bestehender Strukturen allmählich formierenden konservativen Bewegung.
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Augen von Franz Josef Strauss