Damit sollte verunsicherten CDU-Wählern eine Alternative zur CDU angeboten
werden, um so langfristig
einen Regierungswechsel herbeizuführen.
So duldete man etwa sogenannte CSU-Freundeskreise, die sich als
Basis einer künftigen Landesorganisation außerhalb Bayerns verstanden.
Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung dann im "Kreuther Beschluss" von 1976,
als die CSU die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU kurzzeitig aufkündigte.
Mit der Rücknahme des Beschlusses, der Einigung der Union auf den gemeinsamen
Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 1980 sowie der Übernahme der Regierung
1982 wurden diese Überlegungen schrittweise aufgegeben. Franz Josef Strauß selbst
äußerte sich etwa auf dem CSU-Parteitag 1986 rückblickend über die damalige Situation
mit den Worten
".... Der Weg war ohne Zweifel überlegenswert, aber er war nicht gangbar"
und erteilte damit neuerlichen Bestrebungen zur Gründung einer vierten Partei eine klare Absage.