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[2] Vierte Partei

Parallel dazu bestanden innerhalb der CSU taktische Überlegungen, sich auf Bundesebene auszudehnen.
Helmut Kohl und Franz Josef Strauß nach ihrem Treffen in Bonn am 7.12.1976
Helmut Kohl und Franz Josef Strauß nach ihrem Treffen in Bonn am 7.12.1976
Damit sollte verunsicherten CDU-Wählern eine Alternative zur CDU angeboten werden, um so langfristig einen Regierungswechsel herbeizuführen. So duldete man etwa sogenannte CSU-Freundeskreise, die sich als Basis einer künftigen Landesorganisation außerhalb Bayerns verstanden. Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung dann im "Kreuther Beschluss" von 1976, als die CSU die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU kurzzeitig aufkündigte. Mit der Rücknahme des Beschlusses, der Einigung der Union auf den gemeinsamen Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 1980 sowie der Übernahme der Regierung 1982 wurden diese Überlegungen schrittweise aufgegeben. Franz Josef Strauß selbst äußerte sich etwa auf dem CSU-Parteitag 1986 rückblickend über die damalige Situation mit den Worten ".... Der Weg war ohne Zweifel überlegenswert, aber er war nicht gangbar" und erteilte damit neuerlichen Bestrebungen zur Gründung einer vierten Partei eine klare Absage.
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Augen von Franz Josef Strauss