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Tondokument: Bundestagsdebatte über den Haushalt 1968 vom 5. April 1968

Bundesminister der Finanzen

Nachdem Rücktritt von Bundeskanzler Ludwig Erhard bildeten CDU/CSU mit der SPD im November 1966 die Große Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.
Franz Josef Strauß mit Wirtschaftminister Prof. Karl Schiller
Finanzminister Franz Josef Strauß mit Wirtschaftminister Karl Schiller auf einer Pressekonferenz 1968
Mit der Vereidigung von Franz Josef Strauß zum Bundesminister der Finanzen am 1. Dezember 1966 begann ein neuer Stil der Finanzpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Als Vertreter der neokeynesianischen Wirtschaftssteuerung wendete er erstmals die von der wissenschaftlichen Theorie entwickelten Methoden einer antizyklischen, d.h. konjunkturgerechten Finanzpolitik, systematisch in der Praxis an. Bei der Umsetzung seines Ziels, die Bundesfinanzen langfristig zu konsolidieren, fand Franz Josef Strauß in seinem sozialdemokratischen Ministerkollegen im Wirtschaftsministerium, Professor Karl Schiller, einen hervorragenden Partner. Um dieses Ziel zu erreichen, nahm man im Bereich der konsumptiven Ausgaben Kürzungen vor und verlieh der Wirtschaft durch Umschichtungen in den investiven Bereich neue Wachstumsimpulse. Internationale Beachtung fanden die von Franz Josef Strauß eingeleiteten Maßnahmen u.a. gegen eine Aufwertung der DM.
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Augen von Franz Josef Strauss