Vorsitzender der
CSU-Landesgruppe
Unter den Abgeordneten des ersten Deutschen Bundestags gehörte Franz Josef Strauß
mit 33 Jahren zu den Vertretern der jüngeren Generation.
Franz Josef Strauß und Bundesarbeitsminister Anton Storch während einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der ersten Wahlperiode 1949 bis 1953
Innerparteilich hatte er sich bis dahin als Landesgeschäftsführer und Vertreter
des liberalen CSU-Flügels um Josef Müller profiliert sowie als Abgeordneter
im Frankfurter Wirtschaftsrat einen gewissen Bekanntheitsgrad erworben.
1949 in den Deutschen Bundestag gewählt gehörte Franz Josef Strauß
diesem fast 30 Jahre lang bis 1978 an. Während dieses Zeitraums stand
er als geschäftsführender Vorsitzender von 1949 bis 1953 und dann als
Vorsitzender von 1953 bis 1957 sowie von 1963 bis 1966 an der Spitze der CSU-Landesgruppe.
Fünf Tage nach ihrer Wahl, am
19. August 1949, versammelten sich die
neugewählten Bundestagsabgeordneten der CSU im Fraktionszimmer der
CSU-Landtagsfraktion in München, um sich zu organisieren und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Als Ergebnis interner Diskussionen konstituierte sich am 31. August 1949 die CSU-Landesgruppe
nach einem Vorschlag von Fritz Schäffer zwar als "bayerische Gruppe", bildete aber,
dem Vorbild des Frankfurter Wirtschaftsrates folgend, zusammen mit der CDU eine Fraktionsgemeinschaft.
Für die Bildung einer gemeinsamen Fraktion sprachen die gemeinsamen christlichen Grundsätze von CDU
und CSU, die guten Erfahrungen bei der fraktionellen Zusammenarbeit im Wirtschaftsrat ebenso wie
die Aussicht, die stärkste Fraktion im neuen Bundestag zu bilden.