Landrat in Schongau
In Altenstadt bei Schongau erlebte Franz Josef Strauß das Ende des Krieges
und geriet kurzfristig in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Franz Josef Strauß
1946; Franz Josef Strauß mit Vertretern der amerikanischen Militärregierung,
Major Carlsen und Leutnant Trott, in Schongau 1945
Im Am 1. Juni 1945 ernannte die amerikanische Militärregierung Franz Josef
Strauß zum stellvertretenden Landrat (Assistant Landrat),
nachdem die lokale
Militärverwaltung auf den englisch sprechenden Studienrat und Oberleutnant
aufmerksam geworden war und ihn der Militärregierung für weitere Dienste
empfohlen hatte.
Bei den Kreistagswahlen am 28. April 1946 kandidierte Franz Josef Strauß auf
Platz 4 der CSU-Liste. Zwar unterlag er zunächst seinem Mitbewerber Josef
Hamberger, konnte aber nach einer Wiederholungswahl am 31. August endgültig
das Amt des Landrates übernehmen. Bestätigungen in dieser Funktion
erfolgten nach der Kreistagswahl vom 25. April 1948 am 5. Juni des gleichen Jahres.
Da seit Anfang 1948 zusätzliche Verpflichtungen als Abgeordneter des Frankfurter
Wirtschaftsrates, dem Parlament der Bizone, sowie seit 1949 als Mitglied des
Bundestages bestanden, verlagerte sich der Arbeitsschwerpunkt zusehends auf die
Landes- und Bundespolitik. Als Folge hiervon trat Franz Josef Strauß zum
Jahreswechsel 1948/1949 zunächst vom Amt des Landrats und mit Ende der Wahlperiode
im April 1952 auch von der Funktion eines stellvertretenden Landrats zurück.