Bayerischer Ministerpräsident
Am 6. November 1978 wurde Franz Josef Strauß zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt.
Von den drei Kabinetten seiner zehnjährigen Amtszeit wurden das zweite und dritte Kabinett
zweimal innerhalb der laufenden Legislaturperiode umgebildet.
Gratulation des Bayerischen Landtagspräsidenten Franz Heubl nach der Vereidigung von Franz Josef Strauß zum Bayerischen Ministerpräsidenten 1978;
Franz Josef Strauß und seine Vorgänger im Amt des Bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel, Hans Ehard und Wilhelm Hoegner anlässlich des 160. Jahrestages des Bayerischen Parlaments 1979
Die wirtschaftliche Entwicklung und eine ausgewogene Sozialpolitik,
die Förderung einer lebendigen bayerischen Tradition sowie eine deutsche und europäische Verpflichtung
waren Grundlinien seiner Politik als Bayerischer Ministerpräsident,
ein Amt, das er oftmals als "
schönstes Amt der Welt" charakterisierte.
Am 3. Oktober 1988 verstarb Franz Josef Strauß während eines Jagdausflugs
völlig unerwartet in Regensburg.
Während seiner zehnjährigen Amtszeit wurden Reformen der Verwaltung angestoßen, einzelne
Maßnahmen der unter seinem Vorgänger durchgeführten Gemeindegebietsreform von 1972 korrigiert,
Investitions- bzw. Förderprogramme im Bereich der Luft- und Raumfahrt aufgelegt,
medienpolitische Initiativen, etwa das Kabelpilotprojekt oder die Schaffung
eines Bayerischen Filmpreises initiiert sowie für Bayern als erstem Bundesland 1984 der
Umweltschutz in der Verfassung verankert. Im Rahmen der Bildungspolitik wurde einerseits
der Ausbau von Hochschulen fortgeführt, zugleich aber auch das Schul- und Universitätswesen modernisiert.
Die Neustiftung des
"Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst" unterstrich den
Stellenwert, den Franz Josef Strauß dem Bereich der Wissenschaft und Kunst beimaß.
Aber auch das Festhalten an umstrittenen Großprojekten wie dem Weiterbau des Rhein-Main-Donau-Kanals,
der Errichtung eines Großflughafens im Erdinger Moos und dem Bau der Atomaren Wiederaufarbeitungsanlage
im oberpfälzischen Wackersdorf waren mit seiner Amtszeit als Ministerpräsident in Bayern verbunden.