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[2] Wirtschaftsrat der Bizone

Innerhalb der im Wirtschaftsrat gebildeten Ausschüsse arbeitete Franz Josef Strauß im Hauptausschuss und im Verkehrsausschuss mit.

Mitgliedsausweis von Franz Josef Strauß für den Wirtschaftsrat der Bizone 1948
Mitgliedsausweis von Franz Josef Strauß für den Wirtschaftsrat der Bizone vom 18. Februar 1948
Wichtigste Aufgabe des Wirtschaftsrates war es, eine wirtschaftspolitische Ordnung zu schaffen, die Grundlage für einen neuen Staat sein sollte. Gegen innerparteiliche Widerstände unterstützten hierbei Vertreter der Unionsparteien im Wirtschaftsrat das hauptsächlich mit dem Namen Ludwig Erhards verbundene Konzept einer Sozialen Marktwirtschaft. Ein überzeugter Verfechter dieses Konzepts, das sich gegen staatliche Zwangsbewirtschaftung und eine zentralistische Lenkung der Wirtschaft wendete, war auch Franz Josef Strauß.
In seinen Memoiren fasste Franz Josef Strauß rückblickend seine damalige Tätigkeit folgendermaßen zusammen:

"Wir im Frankfurter Wirtschaftsrat haben auf die Verfassungsmacher des Parlamentarischen Rates ein wenig heruntergeschaut. Wir fühlten uns erstens als die Früheren und zweitens als die Besseren. Wir wussten, dass die Wirtschaft unser Schicksal ist und dass auf diesem Felde die Entscheidung fallen würde, nicht im Paragraphenstreit der Verfassungsrechtler. Dieses Denken kam aus der Not und dem Elend der damaligen Zeit, zu deren Überwindung wir mit historisch weitreichenden Entscheidungen wie der für die Soziale Marktwirtschaft beitrugen. Heute ist die Sicht anders – der Frankfurter Wirtschaftsrat ist fast vergessen. Die Helden, so das allgemeine Bild, saßen im Parlamentarischen Rat in Bonn. Die historische Bewertung aus der Distanz mag das so sehen, die erlebte Erfahrung jener Jahre war anders."

(Strauß, Franz Josef "Die Erinnerungen", Berlin 1989, S. 101)







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Augen von Franz Josef Strauss