[2] Ausbildung
Studium und Beruf
Das Studium wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Im März/April 1940 wurde er von seinem Truppenteil beurlaubt,
um das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte und klassische Philologie ablegen zu können.
Student 1940; die
siegreiche Mannschaft des RC Amor 07 München nach dem Gewinn des Radrennens
"Quer durch das Bayerische Hochland" mit Franz Josef Strauß (rechts) 1934
Zwischen
November 1940 und April 1941 erfolgte eine erneute Beurlaubung, so dass Franz Josef Strauß als Studienreferendar am Theresiengymnasium
im Fach Geschichte eine Lehrprobe zum Thema "Der schwedische Krieg 1630 - 1634" ablegen und
das Studium am 1. April 1941 mit dem Zweiten
Staatsexamen abschließen konnte.
Nachdem er zwischenzeitlich auch als Assistent am Altphilologischen und am Althistorischen
Seminar der
Universität München tätig gewesen war, wurde er am 16. April 1941 erneut zum
Militärdienst einberufen und nahm ab 22. Juni 1941 am Russlandfeldzug teil.
Nach dem Abschluss des Studiums schlug Franz Josef Strauß die Beamtenlaufbahn
ein.
So wurde er am 8. April 1942 mit Wirkung zum 1. Mai zum außerplanmäßigen Beamten
ernannt. Am 20. April 1943 erfolgte dann die Ernennung zum Studienrat an der
Oberschule für Jungen
an der Damenstiftstraße in München.
Nach dem Ende des Krieges war Franz Josef Strauß parallel zu seiner Tätigkeit
in Schongau
auch als Ministerialbeamter tätig. Der mittlerweile zum Regierungsrat beförderte
Franz Josef Strauß übte zwischen 1. Juni 1946 und 13. Januar 1948 eine Tätigkeit
als
Jugendreferent mit der Dienstbezeichnung "Oberregierungsrat im Bayerischen Kultusministerium"
aus und wurde am 31. Januar 1948 zum Oberregierungsrat im Bayerischen Innenministerium
befördert.
Den Abschluss seiner Beamtenlaufbahn bildete am 9. März des gleichen Jahres
die Berufung als Leiter des Bayerischen Landesjugendamtes. Ab diesem Zeitpunkt
bestimmte dann die Politik die weitere Entwicklung.