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Außenpolitik

Als Außenpolitiker stand Franz Josef Strauß in der Tradition des "Politischen Realismus".
Franz Josef Strauß mit Henry Kissinger 1959; mit Premierministerin Margaret Thatcher 1979
Mit Henry Kissinger anlässlich einer Tagung in Bonn 1959; Besuch von Franz Josef Strauß bei der britischen Premierministerin Margaret Thatcher 1979
Wie dessen berühmtester Vertreter Henry Kissinger, der erste Preisträger des 1996 geschaffenen "Franz Josef Strauß-Preises" der Hanns-Seidel-Stiftung, zog auch er eine an praktischen Konsequenzen
ausgerichtete Politik der Verantwortung einer an abstrakten Werten orientierten dogmatischen Prinzipienpolitik vor. Diese Haltung spiegelte sich dabei nicht nur auf dem Gebiet der Außenpolitik wider, sondern bestimmte ebenfalls seine Handlungsweisen auf den Feldern der Europa-, Sicherheits- und Deutschlandpolitik.

Gemäß dem Wort Wilhelm Diltheys, wonach der Mensch lediglich aus der Geschichte erfahre, was er sei, bezog der umfassend gebildete Altphilologe und Historiker Strauß seine Daseinsorientierung aus der Analyse der Geschichte der Politik und der internationalen Beziehungen. Daneben diente Strauß die Orientierung an den Erfahrungen der Geschichte auch als Mittel zur Relativierung der tagespolitischen, die wahren und langfristig wirkenden Kräfte verschleiernden Agenden. Dieses Denken formulierte Franz Josef Strauß u.a. 1980 in dem Buch "Gebote der Freiheit" und 1984 anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und der Verlagsgruppe Bertelsmann zum Thema "Reden über das eigne Land: Deutschland".
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Augen von Franz Josef Strauss