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Bildungspolitik

Berührungspunkte zu bildungs- und wissenschaftspolitischen Fragestellungen ergaben sich im Laufe der politischen Aktivitäten von Franz Josef Strauß immer wieder, wenn auch sein Wirken in anderen Bereichen stärker hervortrat.
Franz Josef Strauß mit Josef Kardinal Wendel in den fünfziger Jahren; bei der 25-Jahr-Feier des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik 1985
Franz Josef Strauß im Gespräch mit Josef Kardinal Wendel in den fünfziger Jahren; Franz Josef Strauß bei der 25-Jahr-Feier des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik 1985
Die Absicht, nach dem Studium eine Lehrtätigkeit im universitären Bereich auszuüben, die Tätigkeit als Studienrat in den letzten Kriegsjahren, die Berufung zum Leiter des Bayerischen Landesjugendamtes in den ersten Nachkriegsjahren sowie der Vorsitz im Ausschuss für Jugendfürsorge in der ersten Legislaturperiode des Deutschen
Bundestages konfrontierten ihn anschaulich mit bildungspolitischen Problemen. In den fünfziger Jahren förderte die von Franz Josef Strauß in seiner Funktion als Bundesminister für Atomfragen initiierte Deutsche Atomkommission den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik, der sich nach der Übernahme des Verteidigungsressorts mit der Schaffung eines wissenschaftlich-technischen Beirats im Bereich der militärischen Luftfahrt fortsetzte. Auf landespolitischem Gebiet war Franz Josef Strauß maßgeblich an jenem Kompromiss beteiligt, der 1958 den jahrelangen Streit um die Reform der Lehrerbildung in Bayern beendete. In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Präsidenten des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes gelang es, durch die Schaffung von sogenannten konfessionsgebundenen Lehrstühlen die vor allem auf katholischer Seite bestehenden Vorbehalte der Kirchen gegen eine Neuregelung der Lehrerbildung aufzubrechen. Rund zehn Jahre später, 1968, erreichte Franz Josef Strauß erneut den Durchbruch bei einer für Bayern wichtigen bildungspolitischen Frage. Die dabei auf der Grundlage von Verhandlungen mit den Landesvorsitzenden der SPD und FDP ausgehandelte Übereinkunft bedeutete eine Neureglung der Stellung der christlichen Gemeinschaftsschule und wurde schließlich in einem Volksentscheid mit großer Mehrheit angenommen.
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Augen von Franz Josef Strauss