Luft- und Raumfahrt
Mit seiner Begeisterung für den Bereich Luft- und Raumfahrt verbanden sich bei Franz Josef Strauß
private Vorlieben und politisches Engagement.
Franz Josef Strauß anlässlich des Besuchs der Ausstellung "Unsere Luftwaffe" auf dem Königsplatz in München 1959;
Grundsteinlegung für die Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Wahn 1959
Bereits 1968 hatte er eine Lizenz für Propellerflugzeuge erworben.
Nach weiteren Berechtigungen erfolgte dann 1985 noch die Pilotenprüfung für Düsenflugzeuge.
Diese Befähigungen nutzte der "Geschäftsreisepilot", wie sich Franz Josef Strauß selbst gern
bezeichnete, auch für viele Reisen, etwa seinen spektakulären Flug nach Moskau zu einem
Treffen mit dem damaligen Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow im Dezember 1987.
Die fliegerischen Fähigkeiten von Franz Josef Strauß waren oftmals Anlass ironischer
Bemerkungen wie beispielsweise der Behauptung, er müsse am Steuerknüppel seines
Flugzeugs zur Ortsbestimmung immer im Tiefflug über die Dörfer fliegen, um die Schilder zu lesen.
Ihnen trat Franz Josef Strauß mit der Bemerkung entgegen "Mir ist das nie passiert.
Beim Instrumentenflug ist das auch gar nicht möglich".
Als sich Franz Josef Strauß im Sommer 1988 nachdrücklich dafür einsetzte,
Privat- und Geschäftsflieger von der Mineralölsteuer zu befreien,
führte dies zu öffentlichen Diskussionen über die von Bundesfinanzminister Gerhard Stoltenberg
geplante Steuerreform und dem Vorwurf der Verfolgung privater Interessen. Mit dem Kompromiss
einer Steuerpflicht für Privatflieger und einer Steuerbefreiung für Geschäftsflieger, konnte der Konflikt
schließlich auf politischer Ebene beigelegt werden.