Tod und Erinnerung
Der Tod von Franz Josef Strauß am 3. Oktober 1988 traf die Bevölkerung Bayerns völlig unerwartet. Mit
ihm war eine Persönlichkeit gestorben, die nach einer langen politischen Verantwortung im Bund zehn Jahre
an der Spitze des Freistaates gestanden hatte.
Trauerfeierlichkeiten zum Tod von Franz Josef Strauß
Die Anteilnahme der Menschen und die protokollarische Form
der Trauerfeierlichkeiten gestalteten sich zu einem weit über die Grenzen Bayerns hinaus beachteten Ereignis,
das von der deutschen und internationalen Presse teilweise mit ungläubigem Staunen und Verwunderung zur Kenntnis
genommen wurde. So nahmen etwa 15.000 Menschen an einem Pontifikalamt auf dem Münchner Marienplatz teil.
Bestattet wurde Franz Josef Strauß am 8. Oktober an der Seite seiner 1984 verstorbenen Frau Marianne in der
Familiengruft in Rott am Inn, dem Ort seiner Heirat 1957 und dem langjährigen Wohnsitz der Familie. Ein
Jahr später, am 2. Oktober 1989, würdigte die CSU ihren ehemaligen Vorsitzenden, indem sie die Parteizentrale
in der Nymphenburger Straße in München nach ihm benannte.