Franz Josef Strauß erregte schon früh das Interesse der Medien. Sein überragendes Rednertalent und seine politische Begabung sicherten ihm bereits in den 1950er-Jahren die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der nationalen und internationalen Presse. In den Jahrzehnten seiner langen politischen Tätigkeit, und noch postum, entstanden unzählige Bilder von ihm: von Fotos, Film- und Tonaufnahmen über Plakate und Flugblätter bis zu Karikaturen, Zeichnungen, Gemälden und Büsten. Nicht nur das politische Wirken des charismatischen Politikers, sondern auch sein Privatleben standen dabei im Fokus des Interesses.
So wurde die Hochzeit des Verteidigungsministers mit der Tochter eines Brauereibesitzers zum Medienereignis. Zahlreiche "Homestories" und Berichte in den Klatschspalten diverser Zeitungen folgten. Mit seinen volkstümlichen und wortmächtigen Reden lieferte er den Medien reichlich Stoff und Schlagzeilen, bot seinen politischen Gegnern jedoch auch immer wieder gern genutzte Angriffsflächen. Eine besondere Gegnerschaft erwuchs ihm in dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", das ihn mehr als 40 mal auf seinem Titelcover abbildete. Er selbst bot mit umfangreichen Leitartikeln und Stellungnahmen in seinem Sprachrohr, dem "Bayernkurier", Paroli.







