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Wahl von Franz Josef Strauß zum Ministerpräsidenten im Bayerischen Landtag am 6. November 1978

Wahl von Franz Josef Strauß zum Ministerpräsidenten im Bayerischen Landtag am 6. November 1978

Eduard Dietl; ACSP; ACSP, Ph Dietl Eduard 3-1-4

Franz Josef Strauß hat die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Ämtern und Funktionen, als Regierungsmitglied und als Oppositionspolitiker, mitbestimmt. Der Bogen spannt sich dabei von den kommunalpolitischen Anfängen in Schongau über nahezu drei Jahrzehnte bundespolitischer Tätigkeit in Bonn bis zu den landespolitischen Aufgaben als Bayerischer Ministerpräsident.

Im Sommer 1945 ernannte ihn die amerikanische Militärregierung in Bayern zum stellvertretenden Landrat für Schongau. 1948 wurde er Abgeordneter des Frankfurter Wirtschaftsrates und dann 1949 Mitglied des ersten Deutschen Bundestages. Er war ein leidenschaftlicher Parlamentarier, der dem Bundestag 29 Jahre lang bis zu seinem Ausscheiden am 29. November 1978 angehörte.

Bundeskanzler Konrad Adenauer berief ihn von 1953 bis 1955 als Bundesminister für besondere Aufgaben, von 1955 bis 1956 als Bundesminister für Atomfragen und schließlich von 1956 bis zu seinem durch die "Spiegel-Affäre" erfolgten Rücktritt 1962 als Bundesminister der Verteidigung in seine Kabinette. Seine Rückkehr an den Kabinettstisch erfolgte unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, der ihn von 1964 bis 1969 als Finanzminister in die Große Koalition berief. 1978 zog Franz Josef Strauß in den bayerischen Landtag ein und wurde Ministerpräsident. Dieses "schönste Amt der Welt" hatte er bis zu seinem plötzlichen Tod 1988 inne. 1980 zog er noch einmal als Kanzlerkandidat der Union auf die bundespolitische Bühne. Auch danach blieb der CSU-Vorsitzende als bayerischer Ministerpräsident stets in der Bundespolitik präsent.

Wahl zum Vorsitzenden

Am 18. März 1961 wählten die Delegierten auf einem außerordentlichen Parteitag in München Franz Josef Strauß mit 94,8 % zum Nachfolger von Hanns Seidel. Mehr zur Wahl...

Mit Reagan, Thatcher, Gorbatschow, Deng Xiaoping und Papst Johannes Paul II.

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ACSP; ACSP, Pl S 5489

Außenpolitik

Als Außenpolitiker stand Franz Josef Strauß in der Tradition des "Politischen Realismus". Er zog eine an praktischen Konsequenzen ausgerichtete Politik der Verantwortung einer an abstrakten Werten orientierten dogmatischen Prinzipienpolitik vor.  Mehr zur Außenpolitik...

Ministerpräsident

Franz Josef Strauß hatte bei der Landtagswahl 1978 als Spitzenkandidat in Oberbayern kandidiert und wurde am 6. November 1978 zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt.  Mehr zum Ministerpräsidenten...