Franz Josef Strauß wuchs zusammen mit seiner älteren Schwester Maria im Münchner Stadtteil Schwabing auf, wo seine Eltern eine Metzgerei betrieben. Die Familie war überzeugt katholisch, die Eltern Anhänger der Monarchie und antipreußisch, der Vater in der Bayerischen Volkspartei politisch aktiv und vehementer Gegner des Nationalsozialismus.
Nach Abitur und abgeleisteten Arbeitsdienst begann Franz Josef Strauß ein Studium der Literaturwissenschaften, klassische Philologie, Geschichte und allgemeine Volkswirtschaftlehre auf Lehramt in München. Gleich zu Beginn des Krieges wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war bis zum Ende Soldat. Zwischenzeitlich erhielt er zum Abschluss des Studiums Fronturlaub.
Nach dem Krieg war Strauß kurzzeitig in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Schongau, wurde dort jedoch schnell wieder entlassen. Aufgrund seiner Englischkenntnisse und seiner Einstufung als unbelastet wurden Vertreter der amerikanischen Militärregierung auf ihn aufmerksam und setzten ihn schnell in der Verwaltung ein.
1957 heiratete Franz Josef Strauß Marianne Zwicknagl, mit deren Vater Max er schon seit der gemeinsamen Zeit im Wirtschaftsrat ein freundschaftliches Verhältnis pflegte. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Max, Franz Georg und Monika hervor. Marianne Strauß kam bei einem Autounfall 1984 ums Leben.






