Print logo
Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Video der Aktion "100 Jahre FJS – Airbus sagt Danke!" über München und dem Airbus-Werksgelände in Ottobrunn anlässlich des 100. Geburtstags von Franz Josef Strauß im September 2015

Airbus Group; Airbus Group

Erinnerung

Der plötzliche Tod von Franz Josef Strauß am 3. Oktober 1988 wurde sowohl von Anhängern wie von politischen Gegnern zum Anlass genommen, seiner Persönlichkeit und seines politischen Lebenswerks zu gedenken. Die Nachrufe, die unmittelbar nach seinem Tod erschienen, setzten sich mit einzelnen Stationen seines politischen Lebens und mit seiner Wirkung in der Öffentlichkeit auseinander. Seine 27-jährige Amtszeit als Parteivorsitzender, die Tätigkeiten als Bundespolitiker und als Bundesminister sowie die zehnjährige Amtszeit als Bayerischer Ministerpräsidenten wurden ebenso angesprochen wie die Polarisierung der Öffentlichkeit in Anhänger und Gegner, sein großes internationales Ansehen und schließlich sein Rednertalent und die für ihn typischen Zuspitzungen und Kommentare. Übereinstimmend würdigte man seine Rolle in der 40-jährigen Geschichte der Bundesrepublik.

Obwohl es nun knapp vierzig Jahre nach seinem Tod immer weniger Menschen gibt, die Franz Josef Strauß als Politiker erlebten, blieb die Erinnerung an ihn bis heute erstaunlich lebendig. Ein Beispiel hierfür ist der 1996 geschaffene und im Juni 2025 zum elften Mal verliehene Franz Josef Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung. Namensgebungen von Gebäuden und Straßen leisten hierzu gleichermaßen einen Beitrag. Als ein besonders bekanntes Beispiel ist der nach Franz Josef Strauß benannte Münchner Flughafen zu nennen. Besondere Jubiläen wie runde Geburts- und Todestage stellen auch Jahrzehnte nach seinem Tod noch für Öffentlichkeit, Wissenschaft und Medien reizvolle Anlässe dar, sich mit Franz Josef Strauß zu beschäftigen. Höhepunkte in der Erinnerung an Franz Josef Strauß bildeten sein 25. Todestag im Jahr 2013 und v.a. sein 100. Geburtstag 2015. Fernsehdokumentationen und Spielfilme, mehrwöchige Artikelserien in Tageszeitungen und Magazinen, vielfältige Gedenkveranstaltungen in München und Berlin, wissenschaftliche Symposien, Tagungen und Ausstellungen riefen seine Person und seine Politik in Erinnerung. In Büchern und Interviews schilderten politische Weggefährten ihre Erlebnisse. In wissenschaftlichen Biographien und Aufsätzen stellten Historiker und Publizisten die Persönlichkeit oder einzelne Aspekte dar.

In den 2010er Jahren belebten auch Karikaturisten und Kabarettisten die Erinnerung an Franz Josef Strauß. Ausgehend von den zu seinen Lebzeiten typischen ironischen Anmerkungen und Kommentaren zu Fragen der Tagespolitik schufen sie mit postumen Auftritten in kabarettistischen Fernsehsendungen und Veranstaltungen, als Fernsehcomic oder mit Videoformaten im Internet ein Forum, das auf aktuelle politische Ereignisse einging und teils bis heute, insbesondere von Helmut Schleich, mit Leben gefüllt wird. Auch Journalisten beteiligen sich in gleicher Weise, indem sie sich rückblickend mit seiner Person befassen oder in Artikeln den Bezug zu Aktivitäten seiner Nachfolger herstellen. Auch wenn die Auseinandersetzung mit Franz Josef Strauß in der Öffentlichkeit inzwischen etwas rückläufig ist, zeigt er damit fast vierzig Jahre nach seinem Tod immer noch Präsenz im politischen Geschehen, ein einmaliger Vorgang im Umgang mit verstorbenen Politikern in Deutschland.

Tondokument: Theo Waigel anlässlich des Festakts zum Tag der Deutschen Einheit und  5. Todestag von Franz Josef Strauß am 02.03.1993 in Bayreuth

Plakat zur Ausstellung "Die Macht der Bilder" zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß - Eine Kooperation der Hanns-Seidel-Stiftung mit dem Münchner Stadtmuseum

ACSP; ACSP, Pl S 8505

Titelblatt des Ausstellungskatalogs der Hanns-Seidel-Stiftung anlässlich des 20. Todestages von Franz Josef Strauß 2008

Hanns Seidel Stiftung; ACSP

Gedenkfeier der Hanns-Seidel-Stiftung zum 100. Geburtstag in der Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz am 04.09.2015

Thomas Plettenberg; Hanns-Seidel-Stiftung

Edmund Stoiber, Ehrenvorsitzender der CSU und Josef Schmid, zweiter Bürgermeister der Landeshauptstadt München auf der Ausstellungseröffnung "Die Macht der Bilder" zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß im Münchner Stadtmuseum am 23.04.2015

Stephan Schaberl; Hanns-Seidel-Stiftung; ACSP, HSS-ACSP 2015-1-1-35

Video: "Der Hapflinger Sepp im Archiv von Franz Josef Strauß"

 

Video: "Helmut Schleich als Franz Josef Strauß in seinem Archiv"